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Windparkprojekt beendet

Diese Entscheidung ist richtig

Die Kieler Ratsversammlung beendet das Kiel-Flintbeker Windparkprojekt

Es hatte sich im Kieler Bauausschuss bereits angebahnt. Am Donnerstag, 16. März 2017, haben unsere Bürgervertreter mit breiter Mehrheit den zugrundeliegenden Aufstellungsbeschluss zum Planverfahren aufgehoben und den Kieler Windpark damit politisch abgewählt. Wir begrüßen diese Entscheidung außerordentlich und danken den betreffenden Fraktionen mit Freude und Respekt - SPD und SSW für ihren mutigen Schritt aus der Regierungsverantwortung heraus, der FDP für ihr frühzeitiges Eintreten in unserer Sache sowie der CDU für ihre verständige Positionierung gegen das nicht nur in unseren Augen unsinnige Projekt.

Uns ist bewusst, dass der Weg bis zur Entscheidungsfindung kein leichter war, denn die Ausgangslage vor fünf Jahren bei Anstoß des Planungsverfahrens war durch eine breite politische Zustimmung zu diesem Projekt gekennzeichnet - vor dem Hintergrund von Fukushima sogar nachvollziehbar. Wie sich durch Aufarbeitung der Umstände und Hintergründe des Projektes allerdings sukzessive herausstellte, waren die Voraussetzungen für einen weitgehend konfliktfreien Windpark im Kieler Süden tatsächlich nie gegeben. Der dafür vorgesehene Raum liegt nicht nur in einem Landschaftsschutz- und wichtigen Naherholungsgebiet, in dem Kiel selbst jede Windkraftnutzung ausgeschlossen hat. Er hätte in letzter Konsequenz zu viele Schutzgüter durch einen förmlich in das Areal hineingepressten Windindustriepark mit fernsehturm-hohen Riesenturbinen belastet.

Nichts machte dies sichtbarer als die notwendigen Betriebseinschränkungen, die man zur Auflage hätte machen müssen, um die vielen Anwohner vor den Belastungen aus Lärm, optischer Bedrängung und Landschaftsverschandelung, sowie die lokale Tierwelt vor Tötungsgefahren zu schützen. Nicht umsonst waren Nabu und BUND bereits früh zu einer vernichtenden Bewertung des Projektes gekommen. Letztlich hätte der Windpark die geplante und wichtige Ansiedlung von Tausenden Neubürgern im Kieler Süden erheblich erschwert bis unmöglich gemacht. Die Windkraftplanung des Landes unterstreicht all diese Argumente und kommt zum selben Negativurteil.

Das erkennbare Fazit lautet: Es passt hier einfach nicht!

Wir sind sehr froh, dass der notwendige politische Umdenkprozess im Kieler Rathaus, mit Ausnahme bei Grünen und Linken, stattgefunden hat. Sachverständnis und große Bürgernähe haben die Oberhand gewonnen. Und das ist gut so. Es gibt bessere und sinnvollere Maßnahmen, den Klimaschutz in Kiel zu fördern.

Der Vorstand

Bürgerinitiative WindVernunft Kiel e.V

Kiel, 16.03.2017