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Erneut vernichtendes Urteil der Umweltschutzverbände

Nabu und B.U.N.D. zum Windparkvorhaben in Meimersdorf:

„Ziemlicher Unsinn“:  Zwei Wörter genügen, um das Vorhaben der LH Kiel als das zu beschreiben, was es ist.  In einer gemeinsamen Stellungnahme (PDF) des Nabu  und BUND Schleswig-Holstein  lehnen beide Verbände das Windkraftprojekt erneut in aller Schärfe ab.

Die Verbände kommen -wie wir- zu dem eindeutigen Urteil, dass eine Reihe rechtlich definitiv unzulässiger Punkte sowie falsche Behauptungen und verzerrte Darstellungen ein insgesamt untragbares Gesamtbild ergeben, nach dem das Vorhaben in Gänze abgelehnt werden muss.

Rechtlich unzulässig sind demnach:

-        der Ausweis des Windparkgebietes als Eignungsgebiet (-> Gebiet ist tatsächlich Windkraft-Ausschlussgebiet; Vorgehensweise der Stadt ist ein Grund für das bekannte OVG-Urteil!)

-        die stillschweigende Erhöhung der geplanten Windparkfläche um mehr als 25% (gegenüber der bisher im Regionalplan ausgewiesenen Eignungsfläche)

-        der Abzug von Hofgebäuden zur passgenauen „Einhaltung“ gesetzlicher Mindestabstände zur Wohnbesiedlung

-        die Verletzung des Landschaftsschutzgebietes durch die geplante verkehrliche Erschließung

-        das Tötungsrisiko für Großvögel und Fledermäuse

-        die Zerstörung des Landschaftsbildes wird durch äußerst fragwürdige Methoden zur Landschaftsbewertung klein gerechnet

Die Verbände kommen darüber hinaus zur Erkenntnis, dass…

-        alle Abstandsempfehlungen der Landesplanung (durch den LLUR) konsequent ignoriert werden

-        die Stadt bei Nichterrichtung dieses Windparks mit anderen Betreibern und größeren WKAs droht, was sie aber selber durch die Erhaltung des Landschaftsschutzgebietes verhindern kann

-        mit der Errichtung des Windparks erhebliche Flächen für zukünftige Wohnbesiedlungen verloren gehen

-        es im Land erheblich geeignetere Eignungsflächen für Windkraft gibt

 

Vielen Dank für die klare wie zutreffende Analyse an beide Verbände! Wir unterstützen sie in ihrer Sichtweise und in ihrem weiteren Vorgehen in jeder denkbaren Weise.

 

Dr. Mathias Werner

Vorstand

Bürgerinitiative WindVernunft