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Städtebauliche Konsequenzen

2.2.  Städtebauliche Konsequenzen

 

Mit Verwunderung nehmen wir einen bedeutenden Widerspruch bei der Errichtung des WKP hinsichtlich seiner städtebaulichen Konsequenzen wahr. Kiel will und soll weiter wachsen. Dies ist mit wenigen Ausnahmen in größerem Maße de facto nur noch im Kieler Süden möglich. Die Errichtung des WKP im bis heute bei Neubauinteressenten angepriesenen „grünen Südens Kiels“ wird dieser Entwicklung definitiv einen Riegel vorschieben. Ein vor wenigen Jahren in seiner Bedeutung von der Stadt selber noch hoch gelobtes Landschaftsschutzgebiet muss abgeschafft werden. Immer noch als wichtig erachtete Naherholungsflächen werden ebenfalls empfindlich eingeschränkt. Dabei will Kiel hier noch etliche Mitbürger neu ansiedeln. Im Kern wird aber nur durch den WKP alleine bei den geltenden Mindestabstandsregelungen eine potenzielle Gebietsfläche von ca. 3,2 qkm für die Wohnbaubesiedlung in Kiel eliminiert. Dies lässt sich vergleichen mit den Flächen ganzer Stadtteile wie Mettenhof, Hasseldieksdamm, Wellingdorf, Ellerbek u.v.a., die wie z.B. Düsternbrook zum Teil sogar noch deutlich kleiner dimensioniert sind!

Mit noch größerer Verwunderung stellen wir uns die Frage, wie angesichts der geplanten Dimensionen des WKP und der damit verbundenen Verschandelung des grünen Südens Kiels eine nennenswerte Nachfrage nach den noch zum Verkauf anstehenden Grundstücken der Neubaugebiete 1-4 in Meimersdorf entstehen soll. Die Aspekte Gesundheitsgefährdung (jüngst thematisiert in den Kieler Nachrichten vom 4.5.2015), unattraktives Landschaftsbild und erwartete Vermögensverluste beim Immobilienwert werden dies weitgehend verhindern. Diese Diskussion müssen wir in die Öffentlichkeit tragen.

Fazit: Eindeutige stadtplanerische Ziele der LH Kiel werden missachtet.

Fortsetzung: Landesplanerischer Kontext