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Neue Regionalplanung

Zum neuen Regionalplan-Entwurf des Landes:

Zufriedenheit und Skepsis

Kiel – Am Dienstag, 6. Dezember 2016 hat das Land seinen neuen Regionalplan zum Windkraftausbau im ersten Entwurf der Öffentlichkeit vorgestellt. Anhand eines sehr umfassenden Kriterienkatalogs wurden mögliche Windeignungsflächen in ganz Schleswig-Holstein umfangreich und sehr akribisch daraufhin untersucht, ob sie objektiv gesehen als Windkraftvorranggebiete taugen oder nicht. Mit Zufriedenheit stellt die Bürgerinitiative Windvernunft Kiel  fest, dass die Landesplaner unter Anwendung dieser Kriterien – wie die Initiative selbst – zu der Erkenntnis gekommen sind, dass sich die Flächen des geplanten Interkommunalen Kiel-Flintbeker Windparks für Windkraft nicht eignen. Landschaftsschutz und Kieler Siedlungsentwicklung sind hierbei die entscheidenden Gründe, die diverse der von uns aufgezeigten massiven Probleme eines Windparks im Kieler Süden umfassen.
Das Land geht hierbei konform mit der Meinung der mit diesem Thema befassten Umweltschutzverbände und der meisten politischen Mandatsträger in der Kieler Ratsversammlung – mit unverbesserlicher Ausnahme der Grünen und Linken, die unfähig zur Akzeptanz eines völlig verfehlten grünen Kieler „Vorzeigeprojektes“ bleiben. Auch wenn sich der Regionalplanungsprozess noch bis weit in das Jahr 2018 hinziehen dürfte und es Änderungen an der einen oder anderen Stelle geben kann, sehen wir das Kiel-Flintbeker Projekt zu Recht als gescheitert an. Wir fordern die Kieler Ratsversammlung auf, sich nun endgültig auch offiziell hiervon zu verabschieden.
Wir werden den weiteren politischen Verlauf auf Kieler und Landesebene aufmerksam begleiten, um nachzuvollziehen, dass in der Sache auch tatsächlich ein verdienter Schlussstrich gezogen wird.
Mit einem weinenden Auge sehen wir, insbesondere unsere Flintbeker und Bokseer Mitglieder, zuletzt auf die vorläufige Ausweisung eines neuen Windkraftvorranggebietes im Dreieck zwischen Klein- und Groß-Flintbek sowie Boksee,  etwa ein Kilometer weiter südlich der alten geplanten Flächen. Als interkommunale Bürgerinitiative werden wir uns im Rahmen der demnächst startenden Öffentlichkeitsbeteiligung auch hinsichtlich dieses Flächenausweises einbringen.