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Fazit

2.12.  Fazit und Schlussbemerkungen

 

Die vorliegende Stellungnahme kann aufgrund der enormen Komplexität des Vorhabens sowie zeitlicher Beschränkungen nicht alle Sachverhalte umfassend und in der wünschenswerten Detailtiefe betrachten. Unsere Bürgerinitiative legt Wert auf die Feststellung, dass es nicht Ziel der Initiative ist, ein mit langer Hand, viel Mühen und Kosten aufgesetztes energiepolitisches Vorzeigeprojekt der Stadt Kiel aus eigennützigen Gründen heraus per se zu behindern. Und,  um es auch zu verdeutlichen: Diese Stellungnahme hat nichts mit dem vielzitierten St. Floriansprinzip zu tun („Windkraft ja, aber nicht vor meiner Haustür!“), sondern mit der schlichten Erkenntnis, dass hier in einem großstädtischen Wohn- und Siedlungsbereich kein Platz für Windparks ist.

Wenn man die einzelnen, oben beschriebenen Widersprüche und Ungenauigkeiten, Schwächen und Kritikpunkte aufaddiert und in Summe zu bewerten versucht, ergibt sich für uns ein desaströses Gesamtbild dieses Vorhabens, das völliges Unverständnis in viele Richtungen produziert. Die Klimaschutzziele der Stadt Kiel und der Fokus auf den Einsatz regenerativer Ideen wird zu 100% auch von uns getragen. Doch damit ist nicht zwangsläufig jedes darauf basierende Vorhaben zu rechtfertigen, wenn - wie jetzt mit der Konkretisierung und Veröffentlichung der Planungen erstmals geschehen - eine offen zu Tage tretende hohe Unverhältnismäßigkeit zwischen Aufwand und Nutzen, zwischen Schaden und Profit in unserer Stadt zementiert wird. Energiepolitisch kann Kiel auch anders vorgehen, es gibt Alternativen.

 Also nur um des positiven Images wegen?

Dies könnte sich schon in naher Zukunft zum Bumerang entwickeln, wenn das ohnehin stark angekratzte Bild der Windkraftindustrie aus den bekannten Gründen weiter Schaden nimmt. Mit über 800 Bürgerinitiativen gegen ähnliche Projekte wie hier in Kiel hat sich in ganz Deutschland de facto die größte außerparlamentarische Bürgerbewegung seit der Bekämpfung der Atomkraft entwickelt. Und deren Vernetzung schreitet weiter voran.

 Das Infraschallthema weckt Ängste und Sorgen bei uns Bürgern, die nicht weg zu diskutieren sind.

Wir appellieren nicht zuletzt auch an die Fürsorgepflicht der Stadtvertreter gegenüber tausenden von Mitbürgern hier im Kieler Süden. Diesen möchten wir mit Blick auf die Gesundheit unserer Kinder in all seiner Lebensqualität erhalten.     

  

Kiel, 6.5.2015

Dr. Mathias Werner           Anja Hansen                 Dr. Wolfgang Neustock

Vorstand Bürgerinitiative „WindVernunft Kiel“

-   Gesund leben im Kieler Süden -

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