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Anhang 1

Anhang 

 

Zitate aus der Machbarkeitsstudie des Umweltbundesamtes zu Wirkungen von Infraschall (2014) 

  1. 1.    Zu TA Lärm (von 1998), DIN 45860 (tieffrequenter Lärm <100 Hz) (1997) und ISO Norm 7196 (Infraschall < 20 Hz):

 Diese Regelungen berücksichtigen nur Geräuschanteile, die eine definierte (mittlere) Hörschwelle überschreiten.
Die Forschungsarbeiten zeigen, dass diese Normen im Hinblick auf die Beurteilung von Infraschall Defizite aufweisen und deshalb weiterentwickelt werden sollten.

 

 

  1. 2.    Aussagen zu bestehenden Infraschallstudien (ca. 160)

 

Zu den untersuchten Studien:

 

Ein Vergleich der Untersuchungsergebnisse hat gezeigt, dass negative Auswirkungen von Infraschall im Frequenzbereich unter 10 Hz … unterhalb der Hörschwelle nicht ausgeschlossen sind.

 

Betrachtet man einige exemplarische Untersuchungsergebnisse, wird deutlich, dass Infraschall ab gewissen Pegelhöhen vielfältige negative Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben kann. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass viele der negativen Auswirkungen von Infraschalleinwirkungen die Bereiche Herz-Kreislaufsystem, Konzentration und Reaktionszeit, Gleichgewichtsorgane, das Nervensystem und die auditiven Sinnesorgane betreffen. Probanden klagten häufig über Schwindel- und Unbehaglichkeitsempfindungen bei Infraschallexposition.

 

Wie wirkt Infraschall auf den Menschen?

 

Ob ein direkter Einfluss auf Hirnfunktionen besteht und dieser deshalb besteht, weil die Hirnaktivitäten den gleichen Frequenzbereich belegen, bleibt zunächst eine noch nicht belegte Hypothese. Die Vorstellung, dass dies so sein könnte, verstärkt die Notwendigkeit weiterer Untersuchungen in dieser Richtung.

 

 

Zur häufig genannten Gewöhnung an Lärm, der nicht so laut ist:

 

Im Allgemeinen tritt jedoch ein Gewöhnungseffekt nur scheinbar auf und ist oft das Resultat einer Verdrängungsstrategie. Eine solche Strategie scheint aber bei tiefen Frequenzen nur schwer möglich zu sein, denn mit steigender Dauer der Exposition nimmt die Empfindlichkeit zu.

 

 

Zur Höhe von Windkraftanlagen und Infraschall:

 

Mit wachsender Höhe der Windenergieanlagen durchschneiden die Rotorblätter ein stärker variierendes Windprofil. Es ist daher fraglich, ob das Abstrahlungs-und Ausbreitungsmodell für kleinere Windenergieanlagen auf moderne, große Anlagen übertragbar ist. Aufgrund theoretischer Betrachtungen von Strömungsakustikern ist nicht davon auszugehen.

 

 

Warum man so „wenig hört“ von Infraschallproblemen bei Behörden:

 

So ist davon auszugehen, dass die individuelle Toleranzschwelle der betroffenen Bürgerinnen und Bürger dazu führen kann, dass nur ein geringer Anteil von Konflikten den Behörden gemeldet wird.

 

(eigene Anmerkung: Und weil man typische Krankheitssymptome aus Unkenntnis nicht gleich in Zusammenhang mit Infraschall bringt.)

 

 

  1. 3.    Ein Fazit

 

Es besteht somit Forschungsbedarf bezüglich … Beeinträchtigungen sowie möglicher Gefährdungen der menschlichen Gesundheit durch tieffrequente Geräusche und Infraschall.

 

Eine nachhaltige Konfliktbewältigung erfordert eine ganzheitliche Beurteilung, die Festlegung von Grenzwerten sowie standardisierte und genormte Prognoseverfahren. (=> Die gibt es denn anscheinend doch noch nicht - trotz TA Lärm und DIN und ISO.)