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Alternativen

2.12.  Alternativen

 

Wir sind der Überzeugung, dass es für Kiel bessere Alternativen gibt, um sich als Klimaschutzstadt mit Fokus auf die Förderung und Nutzung regenerativer Energien zu positionieren. Auch im Kontext der städtischen Energieversorgung. Alle potenziellen Alternativen sind für uns ohne tiefe Informationen und Expertise natürlich abschließend nicht ansatzweise zu bewerten. Das ist Sache der Experten.

Wir würden dennoch aber gerne folgende Denkanstöße in diese Diskussion einbringen wollen bzw. konkret hinterfragen, ob man seitens der Stadt in diese Richtung schon selbst Gedanken oder Bewegungen entwickelt hat:

  • Das Max-Planck-Institut beispielsweise zeigt schlüssig auf, dass die Solarenergie/Photovoltaik mit zu erwartenden weiteren erheblichen Effizienzsteigerungen (Wirkungsgrad) zukünftig die mit Abstand bessere regenerative Energieform darstellen wird als die Windenergie, die aus vielen Gründen (s. alle Argumente oben) an ihre Grenzen stößt. Mit der Installation einer einzigen Solaranlage auf dem Dach eines Einfamilienhauses hier in Meimersdorf können nach eigenen Erfahrungswerten zwei weitere Haushalte mitversorgt werden. In Spitzenzeiten zur sommerlichen Mittagszeit kann jetzt schon ganz Deutschland mit den bereits vorhandenen Photovoltaikanlagen mit Strom versorgt werden.

    -> Was spricht z.B. gegen die (geförderte) Verpachtung der landwirtschaftlichen Flächen für diese regenerative Energieform, die auch schon mit fortentwickelter Technologie aufwartet? Ggfs. kombiniert mit einem städtischen Solardachprogramm und Förderung sinnvoller Energiespeichermedien.  

  • In der Windkraftindustrie selber wird längst an neuen technologischen Lösungen gearbeitet, um viele der oben aufgezeigten Problemfelder zu lösen. Einige Lösungen sind auch schon einsetzbar (s. Die WELT vom 11.4.2015).

    -> Was spricht gegen die Förderung und Nutzung dieser Alternativen mit wesentlich weniger Kollateralschäden wie oben beschrieben?

  •  Eine ganz andere regenerative Energieerzeugung, die u.E. auch hier in Kiel erforscht wird, könnte zum Gegenstand eines grünen Aushängeschildprojektes mit maritimem Bezug gemacht werden, die Nutzung von Energie aus Algen. Hierzu gibt es interessante Stellungnahmen von Forschern hier vor Ort.

    -> Was spricht gegen ein wirklich grünes zukunftsorientiertes Vorzeigeprojekt?

  •  In letzter Konsequenz ist auch die simple Frage zu stellen, ob sich die Stadt unbedingt einen eigenen WKP mit all den o.g. Konsequenzen leisten muss? Ist es aus wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten nicht wesentlich sinnhafter, Ökostrom aus anderen Quellen für Kiel zu beziehen und dies prominent und in Kooperation mit wesentlich geeigneteren grünen Stromproduzenten herauszustellen?
  • städtische Anreize zum Energiesparen könnten auch einen Beitrag leisten, z.B. durch Vergünstigungen beim Stromabsatz

Fazit: Es gibt gute Alternativen im regenerativen Energiebereich zur Erfüllung der klima- und energiepolitischen Ziele der LH Kiel.

Fortsetzung: Fazit